Freitag, 12. März 2010

19. Februar: Salaverry - Peru

Heute hielten wir für einen halben Tag in Salaverry, einer winzig kleinen Hafenstadt in Peru.
Wir hatten für heute keine Tour gebucht und machten uns deshalb selbst auf den Weg den Ort zu erkunden.

Leider, so muss man sagen, gab es allerdings nicht allzuviel zu entdecken. Salaverry ist ziemlich klein, arm und heruntergekommen. Bis auf ein paar Straßen mit kleinen, hüttenähnlichen, zerbrechlichen Häusern gab es nichts zu sehen.

Wirklich wohl oder sicher fühlten wir uns hier auch nicht unbedingt. Man wurde zwar nicht angemacht und es schien den Leuten auch ziemlich egal zu sein wer wir waren oder wo wir herkamen. Dennoch sagte uns unser Unterbewusstsein, dass wir hier nicht wirklich hingehörten.

Wir überlegten kurz ob wir mit dem öffentlichen Bus nach Trujillo fahren sollten. Trujillo war die nächstgrößere Stadt, und dort gingen auch viele der Schiffstouren hin. Aus Angst aber nicht rechtzeitig wieder zurück zu sein, ließen wir es dann aber sein.

So liefen also nur ein wenig durch den Ort, und dann Richtung Strand. Vielleicht können wir hier wenigstens ein wenig baden gehen. Auf halber Strecke zum Strand rannte uns dann auf einmal ein kleiner Junge hinterher. Keuchend bat er uns anzuhalten.
"Geht da nicht hin!" rief er uns zu. Etwas erstaunt fragten wir ihn warum wir nicht zum Strand gehen sollten.
Dort sei es zu gefährlich für Touristen, sagte er. Dort gäbe es böse Menschen, die uns unsere Sachen wegnehmen würde.

Er zeigte in eine andere Richtung und meinte dann "Da könnt ihr hingehen. Da ist gut. Aber bitte, bitte nicht dorthin" Bei dem letzten Satz zeigte er wieder in die Richtung die wir ursprünglich angesteuert hatten.

Wir schauten uns an, und konnten uns im ersten Moment noch nicht entscheiden ob wir das einfach nur merkwürdig oder nett finden sollten. Der Junge blickte uns nach wie vor ernst und beinahe besorgt an. Wir waren immernoch etwas verwundert, dankten dem Jungen aber schließlich und liefen dann in die von ihm gezeigte Richtung weiter. Als ich mich nochmal kurz nach ihm umdrehte nickte er mir zu, lächelte und lief dann wieder zurück in die Stadt.

Wir liefen noch ein wenig weiter. Aber irgendwie war uns jetzt dann doch nicht mehr nach Baden zu Mute. So entschieden wir uns dann letztenendes doch dafür einfach wieder zurück auf das Schiff zu gehen. In ein paar Stunden würden wir sowieso schon wieder ablegen. Und wirklich was zu verpassen gab es hier sowieso nicht.

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