Mittwoch, 21. April 2010

Von Taupo nach River Valley

Am fruehen Morgen verliessen wir das immernoch leicht wolkenverhangene Taupo.

Die Fahrt fuehrte vorbei an der Ostkueste des Lake Taupo, einem See der mit 616 Quadratkilometern gross genug waere um ganz Singapur zu "verschlingen".

Den ersten Stop legten wir in Turangi ein, der "Forellenhauptstadt" Neuseelands.
Nach einem kurzen Fruehstueck ging die Fahrt weiter Richtung Sueden.

Im Tongariro National Park, Neuseelands aeltestem Nationalpark, machten wir dann einen etwas laengeren Stop. Es hatte sich etwas aufgeklaert, und so konnte wer wollte, einen der vielen moeglichen Spaziergaenge machen.

Wir entschieden uns fuer den etwa zweistuendigen Rundwanderweg zu den Taranaki Falls.

Der Weg dorthin fuehre durch weite Steppe, vorbei an Wasserfaellen und kleinen Flusslaeufen und gab einem die Moeglichkeit diese vulkanische Gegend zu erkunden.

Das unendliche Grasland des Nationalparks sowie die drei Vulkane die ihn dominieren, dienten wiedereinmal als Kulisse fuer "Herr der Ringe".

Und auch wenn wir zwar nicht an der Tongariro Crossing teilnehmen konnten, so gab uns diese Gegend um die Vulkane herum, zumindest mal doch so einen kleinen Eindruck davon, was uns auf der Wanderung ueber die Vulkane erwartet haette.

Der Weg war maessig anstrengend, aber jeden Schritt wert. Denn sowohl der Wasserfall, als auch der Blick auf die Vulkane waren wirklich einzigartig, und gaben einem das Gefuehl von "truly New Zealand".

Als schliesslich alle wieder am Bus waren fuhren wir dann noch ein kurzes Stueck weiter, um noch einen weiteren kurzen Wanderweg abzulaufen. Dieser dauerte nur etwa eine halbe Stunde und fuehrte zu den Tawhai Falls, einem Wasserfall der ebenfalls fuer eine Szene aus, guess what???...richtig! ...Herr der Ringe benutzt wurde :-)

Nach dieser letzen Wanderung fuhren wir dann schliesslich weiter. Die Umgebung wurde zunehmends huegeliger und die Strasse schlaengelte sich immer weiter durchs Nirgendwo.

Schliesslich kamen wir in River Valley an, einen kleinen Ort irgendwo im Nirgendwo. Und wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei River Valley um nichts anderes als einen Fluss, der sich durch ein tiefes Tal schlaengelt.
Und auch zu unserem Hostel mussten wir erst nochmal ein ganzes Stueck bergab laufen.

Wir waren wirklich im wahrsten Sinne des Wortes in der Wildnis gelandet. Es gab weit und breit kein anderes Gebaeude, die Toiletten befanden sich in Holzhuetten mitten im Wald, und auch die Duschen waren draussen im Freien.

Es war diese Nacht bitterkalt, und ich glaube jeder von uns war froh am naechsten Morgen wieder abreisen zu duerfen.

Keine Kommentare: