Freitag, 23. April 2010

Von Westport nach Lake Mahinapua

Ein neuer Tag der mit einer Fahrt ueber den spektakulaeren Highway 6 beginnt. Das besondere an dieser Strasse ist, dass sie sich ueber 435km an der Tasmanischen Kueste entlang zieht, und dabei durch verschiedene atemberaubende Landschaften fuehrt.

Dazu gehoeren unter anderem immergruenes, fruchtbares Farmland, spaerlich besiedelte Ortschaften, verlassene Einoede, ueppige Regenwaelder und schneebedeckte Berggipfel der Sued-Alpen.

Unser heutiges Etappenziel Lake Mahinapua lag nicht allzuweit von Westport entfernt, daher konnten wir uns viel Zeit lassen und den ein oder anderen laengeren Stop einlegen.

Unser erster Stop lag nur etwa 10km hinter Westport. Cape Foulwind ist ein Kap an der Westkueste Neuseelands und der naehste Punkt zum Nachbarland Australien.
Und wenn man die Augen ganz eng zusammenkneift und die Ferne sieht...
...dann hat man absolut keine Chance etwas sehen zu koennen!
Dennoch ist man genau hier Australien so nah wir nirgendwo sonst in Neuseeland. :-)



Wir bekamen Zeit den Cape Foulwind Walk zu laufen; einem Spazierweg der sich immer entlang der Kueste zieht, an einer Robbenkolonie vorbei fuehrt und schliesslich im Tauranga Bay endet.

Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir wieder zurueck am Bus und fuhren zu unserem naechsten Stop, dem Truman Track.

Ein Wanderweg der nur etwa 15 Minuten dauert, erst durch dichten Regenwald fuehrt und schliesslich auf einer natuerlichen Plattform direkt am Meer endet.


Ein angelegter Weg durch hoehlenartige Felsvorspruenge fuehrt dann nochmals bis zum Strand hinunter.
Es ist ein wirklich schoener Spaziergang, der wiedereinmal jeden Schritt wert war.


Nach einer erneuten, eher kurzen Busfahrt, erreichten wir dann Punakaiki.
Hier machten mir Halt fuers Mittagessen und um uns die beruehmten Pancake Rocks ansehen zu koennen. Die Pancake Rocks sind eine Felsformation aus Kalkgestein, deren Schichten unterschiedlich schnell erodiert sind, und deshalb aussehen wie uebereinander gestapelte Pfannkuchen. Ein kleiner rundweg fuehrt durch diese skurilen Felsen und bietet einem zahlreiche Fotomotive.

Einen weiteren und letzten Stop legten wir schliesslich in Greymouth ein. Greymouth ist mit rund 13.000 Einwohnern die groesste Stadt an der Westkueste Neuseelands und Start bzw. Endstation fuer den Trans Alpine Express, einem Zug der Greymouth mit Christchurch verbindet.

Wir bekamn ein wenig Zeit um fuer die Kostuemparty ("ich kann nicht glauben dass du sowas traegst?!") am Abend einzukaufen oder etwas zu Mittag zu essen.

Auf der anschliessenden Fahrt nach Lake Mahinapua kamen wir an Hokitika vorbei, einer Stadt die einst zu den wohlhabendsten Staedten der Welt gehoerte. Grund dafuer war der Arahura River, der ueber viele Jahre lang Unmengen von Gold an die Erdoberflaeche geschwemmt hat. Teilweise sogar so viel, dass es angeblich reichte einmal durch den Fluss zu laufen, und Gold an den Schuhsohlen kleben zu haben.

Und jedes Mal, wenn der Fluss nach schweren Regenfaellen ueber seine ufer getreten war, brauchte man nur zu warten bis das Wasser wieder zurueckgegangen war, bevor man dann am Ufer die Goldnuggets einsammeln zu koennen.
Diese Zeiten sind nun aber leider vorbei, und aus Hokitika ist eine mehr oder weniger normale Stadt geworden.

Weitere 10km suedwaerts kamen wir dann schliesslich in Lake Mahinapua an. Wir uebernachteten in einem lokalen Pub, dessen Besitzer aussah wie ein abgemagerter Weihnachtsmann.
Es gab ein Gruppen-BBQ mit anschliessender Kostuemparty.

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