Montag, 31. Mai 2010

Ein Tag im roten Zentrum Australiens

Uluru und Kata Tjuta

Für den heutigen Tag hatten Steffen und ich einen Ausflug zum Ayers Rock und den Olgas geplant.

Beide Felsgebilde liegen im „Uluru National Park“, der zu unserer Überraschung ganz schön viel Eintritt kostete: 25 Dollar pro Person waren nötig um den Felsen und die Olgas aus nächster Nähe betrachten zu können.
Eine Summe die wir eigentlich nur ungerne bezahlen wollten.
Da wir uns den „closer look“ aber auch nicht entgehen lassen wollten, wo wir doch schon extra deshalb hierher gefahren waren, bezahlten wir die $50 und fuhren in den Park.

Und auch wenn $50 unserer Meinung nach, zwar immernoch ein wenig übertrieben sind, waren wir doch froh uns für den Park entschieden zu haben. Denn aus der Nähe betrachtet sah der Berg noch viel imposanter aus als aus der Ferne. Die Ausmaße, das Sandgestein, die vielen Löcher, Aushöhlungen und Einbuchtungen im Felsen, sind Dinge, die man erst wahrnimmt wenn man unmittelbar vor oder sogar auf dem Felsen steht. Und diese Eindrücke sollte man sich, wenn man schonmal da ist, nicht entgehen lassen.



Wir parkten das Auto und kletterten zuerst ein Stück weit am Ayers Rock hoch. Danach entschieden uns für einen der Rundwege um den Felsen herum. Wir folgten dem Pfad ein ganzes Stück, machten viele Bilder von dem roten Gestein, und liefen schließlich wieder zurück zum Auto.



Dann ging die Fahrt weiter zu den etwa 47km entfernten Olgas. Der eigentliche Name für dieses Sandsteingebirge ist Kata Tjuta, was aus der Sprache der Aborigines stammt und so viel heißt wie „viele Köpfe“.
Und bereits aus der Ferne betrachtet erkennt man schnell, wie die Aborigines auf diesen Namen kamen. Wie Köpfe erheben sich etwa 36 Hügel aus der Erde.

Wir parkten wieder das Auto und liefen auf einem der vielen Wanderwege in die Berge hinein. Unser weg führte tief durch die Felsen, in eine Art Schlucht. Bis es nicht mehr weiter ging, und man in mitten von meterhohen Felswänden steht. Wieder kommt man sich unheimlich klein vor.

Wir liefen den selben Weg zurück, und entschieden uns dazu noch einen anderen ausgeschriebenen Wege zu laufen. Da der Weg jedoch als sehr mühsam und anstrengend ausgeschrieben war, und nur für die frühen Morgenstunden empfohlen wurde, beschlossen wir nur so weit zu gehen wie wir konnten und dann umzudrehen.
Und tatsächlich merkte man sehr schnell warum dieser Weg nicht jedem empfohlen wurde. Auf einem unbefestigten Weg, ging es steil bergab und hier zu laufen erforderte nicht nur Konzentration bei jedem Schritt, sondern auch eine Menge Energie :-)



Wir folgten dem Weg bis zu einem der vielen Aussichtspunkte, blieben eine Weile dort sitzen, und kehrten dann wieder um. Die Mittagssonne hatte bereits ihren Höchststand erreicht und es war unerträglich warm. Außerdem waren die vielen Fliegen die reinste Plage und echt nerventötend. Keine fünf Minuten hatte man seine Ruhe. Ständig musste man mit den Händen um das eigene Gesicht und sich selbst wirbeln um die Fliegen abzuwimmeln.

Wir entschlossen und also zurück zum Auto zu gehen, etwas zu Mittag zu essen und vor allem viel zu trinken. Anschließend fuhren wir wieder ins Hotel zurück, gingen noch ein wenig einkaufen um unsere Vorräte wieder etwas aufzufrischen und bummelten noch etwas in Souvenirgeshäften.

Gegen 17 Uhr fuhren wir dann noch einmal los, um uns am Sunset Viewpoint den Sonnenuntergang nochmal aus der Nähe anschauen zu können. Da wir, im Gegensatz zum Vorabend, nun dieses Mal doch ein ganzes Stück weit näher am Berg standen, hatten wir eine noch bessere Sicht auf das wechselnde Farbspiel des Uluru.
Außer uns waren noch zig andere Besucher hier um sich dieses Spektakel anzusehen.



Als die Sonne schließlich am Horizont verschwunden war, machten wir uns wieder auf den Rückweg ins hotel. Wir gingen noch ein wenig im Dunkeln spazieren, um „Galaxien anzuschauen“ und aßen schließlich wieder in unserem Hotel zu Abend.

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